Texte im postbetrunkenen Zustand schreiben #1: Aus dem Zug über die Bahn

Verdammt lange Nacht gestern, ohne Schlaf mit Bier & Co, u.a. im Schlawienchen an der Schönleinstraße, Berlin. Zu viel Alkohol. Dann 6h Zugfahrt nach Hause. Dabei entstand folgender unfertiger Text, der auch nicht fertig geschrieben oder überarbeitet wird, denn ich bin jetzt wieder wie vor gestern Abend.

Na gut. Man darf sich eigentlich nicht beschweren, wenn man einem Feiertag mit dem Zug in die Heimat fährt. Da ist es sowas von klar, dass die Eisenbahn-Wagons ausverkauft sind. Und sowieso: die ganze Kritik an der Deutschen Bahn beziehungsweise deren Haupttätigkeit „Menschen von Bahnhof A nach Bahnhof B zu bringen“ nervt doch vollkommen. Ich kann diese ewigen Nörgler nicht mehr ertragen, die sich über eine Hundertstel Sekunde Verspätung schon so echauffieren als wäre die Bahn ein verschlafener Langzeitstudent, der beim Paukenspiel in einem Orchester aushilft und regelmäßige seine Einsätze um einen Minimalteil verpasst und damit die, sowieso, doofe Klarinette übertönt. Ich möchte mich in diesem Artikel auch gar nicht beschweren. Ganz im Gegenteil: Die Bahn macht einen soliden Job – noch einmal: bei dem, was sie eigentlich tun soll. Und mehr will ich von dem komischen Unternehmen auch gar nicht wissen. Und da man ja sowieso keine schienentechnische Alternative hat, frage ich mich: „Was bringt es mir mich über Verspätungen zu beschweren, wenn ich ja eh keine Alternative habe?“. Damit schade ich nur mir selbst. Meine Laune sinkt unter meine Fußsohlen und wer muss leiden? Die Bahn. Es ist ein Teufelskreis. Jetzt ergibt sich daraus die Frage, ob Verspätungen überhaupt schlecht sind oder ich sie nur schlecht mache? Was spricht denn dagegen ein paar Minuten länger an der frischen Luft zu stehen und nicht auf einen Sitzplatz beschränkt die Fahrt neben einem, mir – hoffentlich die ganze Reisedauer über -unbekannten Sitznachbar zu verbringen. Draußen am Bahnhof ist doch so schöne, frische Luft und ich kann, wenn ich mich geschickt anstelle, sogar furzen ohne, dass es jemand bemerkt. Das geht in einem Wagon zwar auch, kann aber unter Umständen zu einem roten Kopf führen. Zudem wird man noch blöd angeguckt, wenn man sich über die gerade angerichtete Gaswolke leicht grinsend amüsiert. Dann lieber ein paar Minuten länger warten und mal richtig Dampf ablassen. Ich schweife ab. Also – mein Akku ist gleich leer – wo war ich? Nicht über die Bahn beschweren. Genau. Ich verbitte mir Beschwerden über die Bahn, sondern fordere die Menschen auf die Lebenszeit zu genießen, solange sie diese nicht in einem Sitz verbringen und endlich darauf warten, dass der Sitznachbar am Hauptbahnhof Fulda aussteigt, um endlich etwas Freiraum zu haben…

2 Antworten zu “Texte im postbetrunkenen Zustand schreiben #1: Aus dem Zug über die Bahn”

  1. Ich merk schon: du hattest ne beschissene Fahrt ;)

    War ein amüsanter Abend, das sollten wir wiederholen! Ist zwar der gesamte darauffolgende Tag im A*sch, aber who cares… wir sind jung, wir sind agil. Bei uns fließt der Saft!

  2. …schöne worte…

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